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Platzhalter GE 1.1: Kultur von Qualität, Sicherheit, Nachhaltigkeit und ethischem Verhalten

Eine Kultur der Qualität, der Sicherheit, der Nachhaltigkeit und des ethischen Verhaltens wird gefördert. Das Handeln orientiert sich an Chancen und Risiken. Wechselseitiges Vertrauen wird gefördert.

 

Worum geht es und warum ist es wichtig?  

Kultur beschreibt, wie Menschen miteinander umgehen und zusammenarbeiten. Sie zeigt sich in der Haltung und im Verhalten der Mitarbeitenden, in gemeinsamen Gewohnheiten und in der Atmosphäre, die im Arbeitsalltag spürbar ist.

Eine gute Kultur von Qualität, Sicherheit, Nachhaltigkeit und ethischem Verhalten lässt sich daran erkennen, dass Mitarbeitende aufmerksam und verantwortungsvoll handeln, Chancen und Risiken wahrnehmen, Probleme offen ansprechen und einander mit Respekt und Vertrauen begegnen.

Eine Kultur von Qualität, Sicherheit, Nachhaltigkeit und ethischem Verhalten entsteht nicht durch ein einzelnes Projekt, ein Dokument oder eine Schulung. Sie wird durch das tägliche Handeln aller Mitarbeitenden geprägt, jedoch besonders durch das Verhalten der Führungskräfte. Klare Werte, verlässliche Rahmenbedingungen und einfache Routinen helfen dabei, die gewünschten Verhaltensweisen im Alltag zu verankern.

Wie kann die Mindestanforderung umgesetzt werden?

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  • Benennen Sie Qualität, Sicherheit, Nachhaltigkeit und Ethik als gemeinsame Werte und machen Sie diese für alle Mitarbeitenden sichtbar, beispielsweise in einem Leitbild oder einer gemeinsamen Grundsatzerklärung. 

  • Halten Sie die Werte nicht nur einmalig fest, sondern sprechen Sie regelmäßig darüber, greifen Sie sie in Besprechungen auf und berücksichtigen Sie sie bei Entscheidungen. So wird deutlich, was Ihnen und in der Organisation wichtig ist, und welches Verhalten erwartet wird.

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  • Schaffen Sie die Möglichkeit, dass Mitarbeitende offen ansprechen können, was gut läuft, wo Unsicherheiten bestehen oder wo Verbesserungsbedarf gesehen wird. 

  • Nehmen Sie Rückmeldungen, Bedenken und Fehler ernst und greifen Sie diese konstruktiv auf. 

  • Führungskräfte hören Sie zu, erklären Sie Entscheidungen nachvollziehbar und schaffen Sie Raum für regelmäßigen Austausch. 

  • Indem offen kommuniziert, verlässlich gehandelt und auf Rückmeldungen angemessen reagiert wird, wird Vertrauen im Arbeitsalltag aktiv gestärkt. So können Probleme frühzeitig angesprochen, gemeinsam Lösungen entwickelt und aus Fehlern gelernt werden.

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  • Berücksichtigen Sie bei Entscheidungen und Veränderungen mögliche Chancen und Risiken. 

  • Nutzen Sie Fehler und Beinahe-Ereignisse, um daraus zu lernen und Abläufe zu verbessern.

  • Wenn Fehler passieren, analysieren Sie diese ohne Schuldzuweisungen. Entscheidend ist, was daraus gelernt und künftig verbessert werden kann.

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  • Legen Sie fest, was ein respektvoller, fairer und verantwortungsvoller Umgang in der Organisation bedeutet. Dazu gehören beispielsweise Ehrlichkeit, Transparenz, Gleichbehandlung oder der Umgang mit Interessenskonflikten. 

  • Kommunizieren Sie die Erwartungen an ethisches Verhalten verständlich und berücksichtigen Sie diese konsequent im Arbeitsalltag.

  • Stellen Sie sicher, dass Mitarbeitende wissen, welches Verhalten erwartet wird und an wen sie sich bei Unsicherheiten oder schwierigen Situationen wenden können. Dazu können beispielsweise Fragen zum Umgang mit Geschenken und Zuwendungen, vertraulichen Informationen, Datenschutz oder möglichen unethischen bzw. unangemessenen Verhaltensweisen gehören.

  • Schaffen Sie eine Umgebung, in der solche Situationen offen angesprochen werden können und Mitarbeitenden wissen, wo sie Unterstützung und Orientierung erhalten.

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  • Nachhaltigkeit wird nicht als zusätzliches Einzelprojekt verstanden, sondern als Bestandteil des täglichen Handelns. Praktisch bedeutet das Setzen Sie Ressourcen bewusst eingesetzt werden, beispielsweise durch einen sparsamen Umgang mit Ressourcen und Energie, die richtige Abfalltrennung oder die Auswahl langlebiger Materialien.

  • Dabei wird immer wieder überlegen Sie, wo und wie sich Ressourcen sinnvoll einsparen lassen.

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  • Achten Sie darauf, dass die Führungskräfte die gewünschten Werte und Verhaltensweisen im Arbeitsalltag den Mitarbeitenden sichtbar vorleben. 

  • Ihr tägliches Verhalten zeigt, welchen Stellenwert Qualität, Sicherheit, Nachhaltigkeit und ethisches Verhalten in der Organisation tatsächlich haben. 

  • Eine glaubwürdige Vorbildfunktion der Leitung trägt dazu bei, die gewünschte Organisationskultur im Alltag zu stärken.